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Freitag, 5. September 2025

Monika C. Schmid - Autorenprofil

Monika C. Schmid – Autorin und Schulsozialpädagogin Burglengenfeld
monika-schmid-schulsozialpaedagogin

Über mich

Mein Name ist Monika C. Schmid.

Ich bin Diplom-Pädagogin (Univ.), Schulsozialpädagogin, Lehrerin für Sozial- und Geisteswissenschaften – und Mutter. Gemeinsam mit meinem Mann und unserer Tochter lebe ich in der Oberpfalz und arbeite als Schulsozialpädagogin an einem Gymnasium.

Seit über 20 Jahren begleite ich Kinder, Jugendliche und Familien durch Herausforderungen, Veränderungen und kleine Wunder im Schul- und Familienalltag. Meine pädagogische Laufbahn führte mich von der Jugendhilfe über die Lehrtätigkeit an einer Pflegefachschule bis hin zur Schulsozialarbeit im Gymnasialbereich.

Geboren in Rumänien und seit 1990 in Deutschland, bringe ich eine tiefe Verbindung zu Themen wie Beziehung, Wandel und Bildung mit.

Mit meinem Buch „Hilfe! Ich habe ein Schulkind!“ habe ich einen liebevollen Elternratgeber veröffentlicht – für Hausaufgaben, Hormone und Herzklopfen. Es ist ein ehrlicher Begleiter für alle, die Kinder stärken wollen, ohne sich selbst zu verlieren.

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Neben meiner pädagogischen Arbeit schreibe ich Poetry-Texte, Kurzgeschichten und Bücher. Mein erstes Werk „Wortorchester“ ist eine poetische Sammlung voller Klang, Gefühl und Tiefe. Unter dem Label WHITEBLOOM ARTworks gestalte ich außerdem Grußkarten und Illustrationen – kreativ, achtsam und mit Herz.

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Mein Motto:
„Beziehung ist der Schlüssel – in der Schule, in der Familie, in der Gesellschaft.“


Monika C. Schmid


Sonntag, 31. August 2025

All Inclusive – auch fürs Tablet?

Ein kleiner Reisebericht mit großen Fragen.

Bild mit Canva KI erstellt

Ich sitze in einem All-Inclusive-Hotel auf Teneriffa. Sonne, Palmen, Buffet – alles da. Und doch fällt mir etwas auf, das mich als Schulsozialpädagogin nicht loslässt: An fast jedem Tisch sitzen Familien mit Kindern. Und fast jedes Kind hat ein Tablet vor sich. Meine Tochter nennt sie liebevoll „die Tablet-Kinder“.  

Sie essen selber – oder sie werden gefüttert. Der Blick starr auf den Bildschirm, die Kopfhörer fest auf den Ohren, der Mund öffnet sich nur, wenn ein Löffel ihn berührt. Ein bisschen wie bei einem Vogel im Nest – nur dass der Blick nicht zur Mutter geht, sondern zu Paw Patrol oder Cocomelone.

Ich beobachte das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer Mischung aus Neugier, Sorge und einem Hauch philosophischer Ratlosigkeit. Was passiert hier gerade?  

Natürlich weiß ich: Wir sehen immer nur einen Ausschnitt. Vielleicht hatte die Familie eine schlaflose Nacht. Vielleicht ist das Kind neurodivergent und braucht gerade diese Reizabschirmung. Vielleicht ist das Tablet die einzige Möglichkeit, dass die Eltern mal fünf Minuten in Ruhe essen können. Vielleicht ist es auch einfach Urlaub – und da gelten andere Regeln.  Wer weiß das schon, ...

Aber trotzdem frage ich mich:  

🧠 Was macht das mit unserer Wahrnehmung?  

👨‍👩‍👧 Was passiert mit dem gemeinsamen Erleben?  

👅 Was bleibt vom Geschmack, wenn man ihn nicht bewusst wahrnimmt?  

📵 Was bedeutet es, wenn jeder in der Familie mit seinem eigenen Gerät beschäftigt ist – auch die Eltern?  

Ich will hier keine Schuld verteilen. Ich will verstehen. Vielleicht erleben wir gerade ein stilles Phänomen unserer Zeit: Die Digitalisierung als neue Tischgesellschaft.  

Und vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns – ganz ohne Drama – ein paar Fragen stellen:  

- Wie viel digitale Begleitung braucht ein Kind?  

- Wann wird aus Unterstützung eine Entfremdung?  

- Und wie können wir als Erwachsene wieder Gastgeber für echte Begegnung werden – auch am Esstisch?

Ich bin keine Gegnerin von Technik. Ich bin Freundin von Bewusstsein.  

Und vielleicht ist dieser Post einfach nur eine kleine Einladung, mal wieder gemeinsam zu essen. Ohne Kopfhörer. Ohne Bildschirm. Mit Geschmack. Und mit Gespräch.

Mit einem zwinkernden Auge und einem offenen Herzen,  

Monika C. Schmid🌞

Samstag, 23. August 2025

Hilfe! Ich habe ein Schulkind!

Hilfe! Ich habe ein Schulkind!
Vom ersten Schultag bis zum letzten
Ein herzlicher Elternratgeber für Hausaufgaben, Hormone und Herzklopfen

Es begann – wie so vieles – mit einem Gefühl.
Dem Gefühl, dass Elternsein manchmal wie Jonglieren auf einem Drahtseil ist. Zwischen Hausaufgaben und Herzklopfen. Zwischen „Ich will helfen“ und „Ich weiß nicht mehr wie“. Zwischen Anspruch und Alltag.

Ich bin Mutter. Ich bin Schulsozialpädagogin. Und ich bin Autorin.
Und aus all diesen Rollen ist ein Buch entstanden, das mir besonders am Herzen liegt:

„Hilfe! Ich habe ein Schulkind!“
Ein Elternratgeber – ehrlich, warm, alltagstauglich.
Für alle, die Kinder begleiten wollen, ohne sich selbst zu verlieren.


Was dich erwartet

Dieses Buch ist kein Fachbuch.
Es ist ein Werkzeugkasten.
Ein Mutmacher.
Ein Begleiter für Eltern, Großeltern, Lernbegleiter und Lernbegleiterinnen – für alle, die zwischen Mathetränen und Pausenbroten nach Orientierung suchen.

Mit echten Geschichten aus der Schulsozialarbeit.
Mit Übungen, die wirken.
Mit Worten, die stärken.


💛 Warum ich es geschrieben habe

Weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man alles richtig machen will – und trotzdem zweifelt.
Weil ich Eltern begegnet bin, die so viel geben – und sich selbst dabei verlieren.
Weil ich glaube, dass Beziehung der Schlüssel ist. In der Schule. In der Familie. Im Leben.


📚 Für dich – oder jemanden, den du kennst

Wenn du ein Schulkind hast.
Oder bald eines bekommst.
Wenn du manchmal denkst: „Bin ich eigentlich eine gute Mutter/ ein guter Vater?“
Dann ist dieses Buch für dich.

„Hilfe! Ich habe ein Schulkind!“
Ab dem 02.09.25 erhältlich als Taschenbuch– überall, wo es Bücher gibt.
👉 [Amazon-Link folgt in Kürze]


Ich freue mich, wenn du diesen Beitrag teilst.
Mit anderen Eltern. Mit Menschen, die Kinder begleiten.
Denn Elternsein darf leichter werden. Und wir sind nicht allein.

Herzlich,
Monika C. Schmid

folge mir auf Instagram: https://www.instagram.com/crea7ive_m0ni_art/

folge mir auf Facebook: https://www.facebook.com/Wortorchester

 




Montag, 15. April 2024

Klangvolle 24 Stunden – ein musikalisches Fest für die Sinne!

 

24 Stunden Konzert
13. - 14. APRIL 2024 - PFARRKIRCHE ST. VITUS 18:00 Uhr - 18:00 Uhr

Bildquelle: Hubert Zaindl

Wow, welche musikalische Reise Burglengenfeld erleben durfte!!!

24 Stunden lang schien die Zeit in der Pfarrkirche St. Vitus in Burglengenfeld stillzustehen, während die Töne von Gospel über Jazz bis hin zu Pop und Rock die Luft erfüllten.

Die Kirche verwandelte sich für genau 24 Stunden, in einen wahren Schmelztiegel musikalischer Genres und präsentierte eine beeindruckende Auswahl talentierter Künstlerinnen und Künstler – ein absoluter Hotspot für Musikliebhaber!

Die Künstler und Künstlerinnen traten zu festen Zeiten gemäß des Programmplans auf, und den Besuchern stand es frei, sich ganz nach Belieben die Auftritte ihrer Wahl anzusehen, 24 Stunden lang.

Ein Höhepunkt des Events waren zweifellos der kunterbunte Gospelchor und die Kinder- und Jugendchöre St. Vitus unter der Leitung von Hubert Zaindl. Nicht nur die mitreißende Musik und die tolle Liederauswahl sondern auch die beeindruckende Stimmgewalt und die ansteckende Feierlaune der Chormitglieder machten ihre Darbietungen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Von SaxAttack über Modern Fireworks bis hin zu Herrengedeck mit Dame - jede Vorführung war eine Offenbarung für die Sinne.

Von gefühlvollen Gesangseinlagen von Liz & Oli oder Finest Day, die die Zuschauer in ferne Welten entführten, bis hin zu den inspirierenden Auftritten von Solokünstlern wie Uli Groeben oder dem aufstrebenden Talent Noah Krebs, der sein Publikum auf eine nächtliche Reise durch Gedanken und Gefühle mitnahm und mit seinen Worten eine Atmosphäre tiefen Nachdenkens schuf – war diese 24-Stunden-Musikreise ein wahres Fest für die Sinne und bot für jeden Geschmack etwas Passendes.

Die Mädchenkantorei der HfKM verzauberte das Publikum mit ihrer klaren Stimme und emotionalen Tönen auf wundersame Weise. Eine ungewöhnliche Kombination aus den „Dein Song 2024 (KiKa)“ Kandidaten Creelixon aka Felix, Marc Boye und der gefühlvollen Solokünstlerin Lauzia aka Paula brachte frischen Wind und neue Töne in die Kirche. Während ihrer Darbietung verwandelten sie die Kirche in ein pulsierendes Festival, das Aufsehen erregte und sowohl jung als auch alt in seinen Bann zog. Die mitreißende Performance von Dominik (bekannt aus „The Voice Kids“ SAT1) und Sabine war ein wahrer Höhepunkt des Konzerts. Ihr Duett entführte die Zuhörer auf eine emotionale Zeitreise durch die Musikgeschichte.

Die Blas- und Musikkapellen boten allesamt, mit ihren mitreißenden Melodien und kraftvollen Klängen, eine beeindruckende Vorstellung voller musikalischer Raffinesse und Energie und verliehen der Veranstaltung eine außergewöhnliche Note. Das Zusammenspiel von sakraler Atmosphäre und dynamischer Blasmusik war für viele Zuschauer ein faszinierendes Erlebnis und trug dazu bei, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg wurde.

Die Möglichkeit zum "offenen Singen" unter der raffinierten Leitung von Hubert Zaindl rundete das Erlebnis ab, indem das Publikum aktiv in das Geschehen eingebunden wurde und anschließend gemeinsam textsicher und stimmgewaltig den Abschlussgottesdienst mitgestalten durfte.

Diese 24-Stunden-Musikreise war im wahrsten Sinne des Wortes ein wahrhaftiges Fest für die Sinne und zeigte die beeindruckende Vielfalt der lokalen Musikszene. Es war eine gelungene Mischung aus Talent, Vielfalt und Gemeinschaftsgeist.

Die Idee, einen solchen 24-Stunden-Musikmarathon zu veranstalten, verdient höchstes Lob. Es war nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern auch eine Hommage an die Vielfalt der Musik und die Gemeinschaft, die sie schafft. Der hohe Besucherandrang und die Begeisterung der Besucher und Mitwirkenden zeugen von der Beliebtheit dieses Konzepts und sind ein deutliches Zeichen dafür, dass ein solches Musikmarathon-Event zukünftig einen festen Platz im Kalender vieler Musikliebhaber finden könnte.

Kollektive Anstrengung und Herzblut, Leidenschaft und eine harmonische Zusammenarbeit aller Akteure dieses Events haben dazu geführt, dass dieses 24-Stunden-Konzert zu einem solch außergewöhnlichen Erfolg wurde.

24 Stunden klangvoller Einflüsse haben gezeigt, dass die Vielfalt der Musik die einzigartige Fähigkeit besitzt, Menschen jeden Alters und Hintergrunds zu vereinen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen, deren Einfluss weit über das Ereignis hinausreicht.

Monika C. Schmid

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P.S.: Wie vermutlich viele andere Konzertbesucher konnte auch ich leider nicht das gesamte 24-Stunden-Programm in vollen Zügen genießen und jeden einzelnen Auftritt miterleben. Denn zwischendurch musste auch ich einige Pausen einlegen, um zu essen und zu schlafen – wie bestimmt viele andere Zuschauer auch. 

Daher konzentriere ich mich in meinem Bericht hauptsächlich auf die Darbietungen, die ich persönlich erlebt und genossen habe. Das bedeutet jedoch nicht, dass die nicht erwähnten Künstlerinnen und Künstler nicht ebenfalls großartige Auftritte hingelegt haben. Sie stehen bereits auf meiner Liste für das nächste Mal, denn ich möchte keine weitere Gelegenheit verpassen, ihre Musik zu erleben!

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Weitere Eindrücke, Rezensionen, Fotos, Videos und Meinungen zum 24-Stunden-Konzert könnt ihr auf der Facebookseite der Kirche St. Vitus Burglengenfeld finden.


 

Samstag, 1. Dezember 2018

Magda und das fast perfekte Weihnachtschaos

Eine spannende Weihnachtsgeschichte für Kinder


Oh nein! Als der Weihnachtsmann am Tag vor Weihnachten furchtbar erkrankt, soll Weihnachten dieses Jahr ausfallen. Das darf nicht sein! Magda und Alfred beschließen, Weihnachten zu retten und übernehmen heimlich selbst die Weihnachtstour an Heilig Abend. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man sowas noch nie zuvor gemacht hat. Während der Weihnachtsmann krank im Bett liegt, starten sie ihre geheime Weihnachtsrettungsaktion. Mit dem großen Rentierschlitten des Weihnachtsmannes machen sich die kleine Fee und ihr Freund, der Elfenchef auf dem Weg zu allen Kindern dieser Erde. Es scheint alles nach Plan zu laufen, bis ihnen am Ende ihrer Mission zufällig auffällt, dass ihnen ein unglaublich großer Fehler unterlaufen ist und sie ein riesiges Chaos angerichtet haben. Ob Weihnachten dieses Jahr tatsächlich das schlimmste aller Zeiten wird? wird?

Ein Kinderbuch für Kinder ab 5 Jahren.
Text und Illustrationen von Monika C. Schmid

Wohnzimmerlesung WORTORCHESTER


Stell dir vor, du lädst zur Lesung ein, und jeder kommt.

Noch nie war ein Abend magischer und mein Wohnzimmer voller. Noch nie habe ich glänzende Tränen aufrichtiger und buntes Lachen ehrlicher empfunden. Noch nie ging mir Applaus so balsamsanft unter die Kleidung, unter die Haut - direkt ins Herz.
Noch nie habe ich so aufmerksame Zuhörer und wertschätzende Gäste erlebt.
Noch nie habe ich mehr Dankbarkeit und Größenwahnsinn empfunden.
Noch nie habe ich von soviel WOW zu Träumen gewagt!

DANKE von Herzen für diesen unvergesslichen Abend, an jeden einzelnen von euch!
Ein Hoch auf die Fotografen/Filmmeister Tobias Raith und Ronald Schmid

Mittwoch, 13. Juni 2018

Eine Ziege, ein Wolf und drei sympathische Zicklein

eine Theaterrezension



Regisseurin Simona Vintilă lässt in Sibiu ein altes, wohlbekanntes Märchen im neuem, modernem Charme auferstehen.


Premiere: im Theater für Kinder und Jugendliche „Gong“ in Sibiu am 04. Juni 2018.
Altersempfehlung:  ab 5 Jahren.
Darbietung: in deutscher Sprache mit rumänischem Untertitel.
Regie: Simona Vintilă; Bühnenbild: Zsolt Fehérvári; Musik: Alex Halka; Maske: Lucia Preda. Besetzung: Angela Páskuy, Andrei Hansel, Claudia Stühler, Adrian Prohaska, Jenö Major
Dauer: 40 Min.

Das Theaterstück „Eine Ziege, ein Wolf und drei sympathische Zicklein“ ist eine moderne Neufassung des Märchens „Die Geiß mit den drei Geißlein“ des rumänischen Schriftstellers Ion Creanga (1875). Ebenso ist das Märchen in abgewandelter Form als „Der Wolf und die sieben Geißlein“ aus der Brüder Grimm Sammlung (1812) bekannt.

Das alte Grundsatzmärchen
Dieses Kindermärchen, in all seinen Abwandlungen, gehört, wie auch "Rotkäppchen", zu den so genannten Warnmärchen, die die Kinder durch Abschreckung und die Darstellung möglicher Folgen unter anderem auf Gefahren aufmerksam machen sollen, um diese Gefahren erkennen und vermeiden zu können. Darüber hinaus sollen die Kinder aus solchen „Grundsatzmärchen“ nützliche Lektionen für ihr ganzes Leben lernen, weil sie eine Metapher für die Existenz und das sinnvolle Zusammenwirken von Gut und Böse darstellen.

Die zentrale Aussage darin ist immer dieselbe: „höre auf deine Eltern, damit dir nichts Böses passiert!“

Die moderne Neufassung eines alten Märchens
Simona Vintilă hat sich für eine weniger grausame Darstellung entschieden, die aber aufgrund ihres zeitgenössischen Bezugs der Moral und der damit verbundenen Lehre im nichts nachsteht. In einem sehr modernen Setting ergreift die neuerfasste Darstellung des Märchens sein junges Publikum zielgenau. So schaffen Computerspiele wie Minecraft, das Einkaufszentrum „Mall“ oder die Benutzung des Handys den Bezug zum 21. Jahrhundert sehr gut und erzeugen damit einen authentischen Spannungsbogen zwischen Märchen und Wirklichkeit. Gut eingebettete Witze, Humor, Musik und Lichtspiele lassen die Ernsthaftigkeit des Themas zwar punktgenau wirken, mindern jedoch latent die Grausamkeit der Geschichte.


Die drei Zicklein werden im häuslichem Umfeld von der Geißenmutter geschützt und versorgt. Jedoch, wie Kinder nun mal so sind, hören sie oft nicht auf die Mutter, spielen lieber Computerspiele anstatt aufzuräumen, streiten miteinander und bringen den häuslichen Segen ständig zum Schwanken.
Während die Geißenmutter beim Einkaufen ist, steht der Wolf, ihr Patenonkel, vor der Tür.
Die Kinder befolgen die Anweisung der Mutter, niemanden ins Haus zu lassen, nicht, lassen sich vom Wolf täuschen und gewähren ihm somit Einlass. Sie spüren zwar schnell, dass dieser Besuch Gefahr mit sich bringt, vertrauen dem Wolf aber auch gleichzeitig, weil er ja ihr Patenonkel ist.  Der Wolf nutzt ihre Naivität und innere Zerrissenheit aus und frisst – anscheinend, die zwei Ältesten auf. Das jüngste Geißlein kann sich vor ihm retten und wird von der Mutter gefunden. Doch die Mutter scheint einen Plan zu haben. Sie lädt den Patenonkel zu sich zum Essen ein und betrauert mit ihm den Verlust ihrer Kinder. Erst als das jüngste Zicklein den Wolf als Übeltäter entlarvt, findet die Geschichte eine unerwartete Wendung und liefert eine starke, nachhaltige Moral.
                                                                                                                 
Das Märchen stellt Unerfahrenheit/ Kindlichkeit in den Erlebnisrahmen mit „Gut und Böse“. Ein uraltes Thema das sich durch den Wandel der Zeit nicht im Geringsten verändert hat.

Simona Vintilă spannt gekonnt den Bogen von der Ursprungsmoral des Märchens: „Das Böse kommt durch Schlauheit ans Ziel und nimmt sich das, was schwach ist. Klugheit ist die Stärke des Guten, sich mit dem Bösen auseinanderzusetzen“ weiter und vermittelt, dass Kinder, in ihrer unterfahren und hilflosen Position, oft erst durch eine ernüchternde (Selbst-)Erfahrung zu der Erkenntnis kommen können, dass sie ohne die schützenden Anweisungen und Anleitungen ihrer Eltern noch nicht alleine überleben können. Wirklichkeit steht in dem Spannungsbogen zwischen Gut und Böse.

Inhaltliche Gestaltung
Die Handlung spielt im Hausinnerem der Geißenfamilie. Zsolt Fehérvári bedient sich einfachster Mittel für ein aussagestarkes Bühnenbild und gewährt somit eine uneingeschränkte Konzentration des Publikums auf den Handlungsverlauf, ohne visuelle Ablenkungen. Bunte Würfel stehen exemplarisch für das Interieur des Hauses, welche ständig, je nach szenischer Handlung wechselt. Die Darsteller selber verändern das Bühnenbild im Szenenverlauf durch spielerisches Verschieben der Würfel und nehmen den Zuschauer somit ohne Unterbrechung nahtlos durch die Szenenwechsel mit.



Die Geißenmutter
verkörpert „das Gute“ in unserer Wirklichkeit und möchte sie vor der Wirklichkeit des Bösen bewahren. Sie beschützt ihre Kinder, versorgt und behütet sie. Da ihre Ratschläge jedoch die Erfahrung nicht ersetzen, bedient sie sich in der Neuverfassung von Simona Vintilă eines lehrreichen Plans um den Kindern eine Lektion zu erteilen. Angela Páskuy spielt die Rolle der liebenden und fürsorglichen Mutter sehr authentisch und schafft es, durch die Ausdrucksstärke in ihren Worten viel Nachdruck und Vertrauen zum Guten zu verleihen.
Die eingesetzte Musik von Alex Halka macht die Aufführung lebendig und spannend, vor allem, weil die Darsteller alle gut singen können. Mit dem Lied „Mama ist hier, fürchte dich nicht vorm Bösewicht…. Keine Angst, das schaffen wir…“ schafft Angela Páskuy eine wundersam hoffnungsvolle Stimmung im Publikum. Es zeigt sich ein sanftes Regen zwischen den Zuschauern. Väter greifen nach der Hand ihrer Kinder, tätscheln sie sanft. Mütter wiegen ihre Kleinen auf ihrem Schoß im Gleichklang der Melodie. Eine Mutter schluckt schwer ihre Tränen hinunter, ein kleines Mädchen flüstert glücklich: „Ja, Mama ist jetzt hier…“, Angela Páskuy, die Geißenmutter singt weiter.



Die drei sympathischen Zicklein,
gespielt von Andrei Hansel, Claudia Stühler und Adrian Prohaska schaffen es auf wundersame Weise, die unterschiedlichen Charaktere der Kinder und ihre Gefühlswelt gut und nachvollziehbar zu transportieren. Während die zwei älteren Zicklein rebellisch, abenteuerlustig sind und ihre Grenzen austesten wollen, gibt sich das jüngste als „angepasstes Kind“. Adrian Prohaska spielt Mamas Liebling, brav, ruhig und verhält sich regelkonform. Die zwei Großen, in den Rollen mit Andrei Hansel und Claudia Stühler zeigen einen sehr aktiven und bewegungsaufwändigen Auftritt, gespickt mit sehr viel Mimik und Gestik, die von beiden gekonnt und sehr authentisch auf dem Punkt genau eingesetzt werden können. Auffallend ist die harmonische Interaktion zwischen beiden Darstellern, die die Zuschauer vergessen lässt, dass es nur ein Schauspiel ist.




Der böse Wolf
verkörpert zunächst, wie erwartet das „Böse“ und kommt mit einer arglistigen Täuschung an sein Ziel.  In dieser Neuffassung von Simona Vintilă mindert jedoch das Attribut des „Patenonkels“ die ihm zugeteilte Boshaftigkeit und vermittelt somit unterschwellig die Hoffnung, das Böse sei doch nicht so böse, wie befürchtet.  Simona Vintilă lässt den Zuschauer also bis kurz vor dem Ende des Theaterstückes im Zweifel über den wahren Charakter des Wolfes. Jenö Major spielt einen hervorragenden Wolf. Gerissen, wahnsinnig, machtvoll, manipulierend und angsteinflößend. Sein Einzug auf die Bühne, auf einem Hoverboard im Kegellicht „schwebend“, ist für alle Zuschauer, ob Jung oder Alt, ebenso aufregend wie unvergesslich. Solang der Wolf auf der Bühne ist, hält das Publikum den Atem an.



Auffallend ist die deutliche, klare und gut verständliche Aussprache aller Darsteller. An manchen Stellen des Stückes hat man sogar das Gefühl, dass die Schauspieler selbst mit dem Theaterstück verschmolzen sind. Z.B. als das mittlere Zicklein, gespielt von Claudia Stühler im Beisein des Wolfes zittert und wimmert und dessen Hand unfreiwillig küssen muss, oder als Jenö Major, der Wolf, hungrig über die Bühne streift und den Zicklein Angst einflößt.


Ein klares Lob geht auch an die Maskenbildnerin Lucia Preda, die es wunderbar geschafft hat, aus schönen Menschen glaubwürdige Tiere zu verwandeln. Die Outfits der Tierdarsteller sind alle samt sehr zeitnah und altersgerecht zusammengestellt. Die Schminke und der „Kopfschmuck“ dezent und authentisch.

Alles in allem ist das also eine gelungene, zeitgenössische Interpretation eines altbekannten literarischen Stoffes, der in jeglicher Hinsicht zu einer etwas weniger dramatischen und mehr kindgerechten Aufführung mit einer nicht vorhersehbaren Wendung und Ereignissen geformt wurde, als ich es erwartet habe.
Sowohl das spartanische Bühnenbild, die gut eingebettete Musik, die einfach gehaltenen Kostüme, als auch die überzeugend ausdrucksstarke Spielweise der Darsteller tragen zu einer nachhaltig gedankenvollen Stimmung bei, die der Zuschauer noch lange, nach dem Verlassen des Theaters, mit sich trägt.



Simona Vintilă hat also ihren Auftrag, Nachhaltigkeit in den kleinen und großen Köpfen der Zuschauer zu erzeugen, mehr als erfüllt. Nachhaltiges Nachdenken über Gut und Böse und darüber, dass Kinder in dieser großen schnellen Wirklichkeit, alleine, ohne den Schutz ihrer Eltern nicht sicher sind, vor allem dann nicht, wenn sie sich nicht an ihre Anweisungen und Belehrungen halten.
Ich empfehle dieses Theaterstück jedem Kind, allen Eltern, Großeltern, jeder Tante und Patenonkel, … einfach jedem, der sich ein wunderschönes, buntes, witziges, lehrreiches, kurzweiliges, nachhaltiges und vor allem sehr gut dargebotenes Märchen ansehen möchte.

Bildquelle: Teatrul "Gong" Sibiu (by Dragos Dumitru)

Samstag, 23. Dezember 2017

zu Weihnachten: ZEIT statt ZEUG


Den silberglitzerden Schnee bestaunen, Futter ins Vogelhäuschen bringen, Fußspuren im Schnee machen, den organgeflackernden Kerzenschein bewundern, Kalendertürchen öffnen, hinter denen sich ein Bild versteckt, heißen Tee trinken und sich lange unterhalten, Kekse backen, spazieren gehen, ein Buch lesen, Bratapfel essen, Weihnachtskarten schreiben....
... ruhige Zeit mit der Familie und mit Freunden verbringen, Glitzerlichter bestaunen, Dankbarkeit empfinden und weitergeben. Nachdenken. Lachen. Zur Ruhe Kommen. Leben.
*********************  *********************
Ich wünsche euch allen ZEIT für die schönen Momente im Leben, für:
Begegnungen!
Nicht unbedingt viele, aber dafür tiefe.
Antworten!
Nicht unbedingt auf alle Fragen, aber dafür auf dir richtigen.
Gesellschaft!
Nicht unbedingt ständig, aber dafür im passenden Augenblick.
Reichtum!
Nicht unbedingt viel besitzen, aber dafür unermesslich zu genießen.
Zeit!
Nicht unbedingt um alles planen zu können, aber dafür zu wissen, wann sie reif genug ist.
Perfektion!
Nicht unbedingt im Sein, aber dafür über die Vollkommenheit eines Lächelns staunen zu können.
Stärke!
Nicht unbedingt immer, aber dafür stets Halt in einer kraftvollen Mitte zu finden.
Wege!
Nicht unbedingt alle zu kennen, aber dafür instinktiv die richtigen zu gehen.
Ziele!
Nicht unbedingt alles zu erreichen, aber dafür unvorstellbar weit im Geiste gereist zu sein.
Ruhe!
Nicht unbedingt, um nichts mehr zu hören, aber um sich mal wieder auf etwas anderes besinnen zu können.
Freude!
Nicht unbedingt über jedem Augenblick, aber dafür so ehrlich wie nur möglich.
Liebe!
Nicht unbedingt um von jedem geliebt zu werden, aber um den Menschen zu finden, für den sich Liebe lohnt.
FROHE WEIHNACHTEN
wünscht euch eure
Moni

Montag, 24. Juli 2017

Literarischer Abend - ein Autoren Rockkonzert

20. Juli 2017, Egelsee
Der Saal war voll!
Susanne hatte ihren ersten Text gelesen!
Ich war gerührt.
Unsere Blicke trafen sich.
Wir lächelten!
Ich atmete tief durch und trat, mit leicht zittrigen Händen, vors Publikum.
Ruhe!
Die Ruhe drang in jede Faser meines Körpers und ich wusste, jetzt bin ich dran!
Endlich!
Und sie lauschten..., sie lauschten meinen Worten und hielten mich mit ihren Blicken fest.
Und niemand atmete mehr!
Und ich? Ich rezitierte aus tiefster Seele!
Susanne? so wunderbar bezaubernd!
Musik? Einfach unbeschreiblich (be-)rührend!
....
und dann, war es leider schon vorbei!
Applaus! Tosender Ablaus der nie mehr enden wollte!
Wir? total ergriffen!

DANKE an alle, die uns diesen wunderbaren Moment unseres Lebens ermöglicht haben!


Programmheft

unser Publikum

EmMaLuMi (musikalische Begleitung)

Susanne Kammerer (meine wunderbare Autorenkollegin)

unter die Haut 

Susanne Kammerer mit "Leah" 

ich mittendrin 

Abendimpressionen

Abendimpressionen


Abendimpressionen

der Verein für Brauchtum und Kultur in Laaber bedankt sich

Autogrammstunde
Susannes Bericht über unseren Abend findet ihr hier: https://daskleinegrosseglueck.de/unser-literarischer-abend/

mehr von meiner lieben Kollegin, Susanne Kammerer, findet ihr hier www.daskleinegrosseglueck.de

Dienstag, 11. Juli 2017

Literarischer Abend


L I T E R A R I S C H E R A B E N D
mit
SUSANNE KAMMERER und MONIKA SCHMID
unter dem Motto:

"Wortkunst und Gedankenspiel mit Kurzgeschichten und Gedichten"

Wir werden einige unserer selbstgeschriebenen Lieblingswerke vorlesen und freuen uns darauf, gemeinsam mit euch allen, einen schönen literarischen Sommerabend zu erleben.

Die Lesung findet im Gartenbereich des Kindergartens St. Marien in Eglsee statt. (Bei schlechtem Wetter oben im Jugendraum).

Donnerstag, 20 Juli 2017
Sektempfang ab 19:30 Uhr
Lesungsbeginn ab 20:00 Uhr

Musikalische Begleitung: EmMaLuMi

Eintritt: frei
Spenden gerne erwünscht

Die Autorinnen:
S u s a n n e K a m m e r e r
http://daskleinegrosseglueck.de/
https://www.facebook.com/susanne.kammerer.9?ref=ts&fref=ts

M o n i k a S c h m i d
https://wortorchester.blogspot.de/
https://www.facebook.com/Wortorchester/

Gastgeber:
Verein für Kultur und Brauchtum Frauenberg e.V.
https://www.facebook.com/events/1484728994904537/?active_tab=about

Mittwoch, 3. Mai 2017

Blog im neuen Kleid

W o r t o r c h e s t e r - 

Wortkunst und Gedankenspiel 


Donnerstag, 9. Februar 2017

Die geheimnisvollen Traumreisen von Nelly und Fridolin

Vorstellung meiner neuen Kinderbuchreihe:

"Die geheimnisvollen Traumreisen von Nelly und Fridolin"


Nelly 
ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Glaubt sie jedenfalls, bis sie einen magischen Traumfänger von ihrer Oma bekommt, der sie zur Traumreisenden macht. In ihren Geschichten geht es immer darum, dass Nelly durch nächtliche Träume in ein neues Abenteuer stolpert und unterschiedlichste Fantasiewelten in fernen Ländern und fremden Zeiten kennen lernt.

Fridolin, 
der kleine tollpatschige Zwergdackel, ist Nellys Freund und Experte, wenn es um Freundschaft und Liebe geht. Er begleitet Nelly durch all ihre Träume und erweist sich stets als treuer Freund und Weggefährte.

Nelly und Fridolin leben mit Nellys Eltern und Oma Freya in einem Einfamilienhaus im Westen Irlands. Nelly geht in die erste Klasse und ist ein Einzelkind. Sie ist ein neugieriges, wissbegieriges und ziemlich wildes Mädchen, mit einer oft zu blühenden Fantasie. Von Oma Freya hat sie zum Schulstart ihren tollpatschigen Zwergdackel Fridolin geschenkt bekommen, der immer dann sein Fell golden verfärbt, wenn er Abenteuer wittert. Fridolin ist sehr verschmust und tagsüber ein richtiger Couchpotatoe. Erst auf ihren Traumreisen entwickelt er, neben der Gabe die Menschensprache zu sprechen, auch die Kraft und den Kampfgeist eines echten Jagdhundes.

Die abenteuerlichen Traumreisen von Nelly und Fridolin beginnen, als Oma Freya ihr eines Tages auf dem Mittelalterfest in Killala, ihrem heimatlichen Fischerdörfchen am River Moy, ein altes Traumfänger- Amulett kauft, das Nelly zum 6. Geburtstag geschenkt bekommt. Dieser magische Traumfänger, der ständig seine Farben wechselt, macht Nelly und Fridolin nachts zu Traumreisenden.
Die Kinderbuchreihe "Die geheimnisvollen Traumreisen von Nelly und Fridolin" besteht aus mehreren Bändern mit unterschiedlichen Abenteuer voller Zauber und Magie, denen Nelly und Fridolin auf ihren Traumreisen, in fernen Fantasieländern und fremden Zeiten, begegnen.

Ich habe mich auch auf erste “hinkende” Gehversuche auf den Pfaden eines Illustrators getraut. Nelly und Fridolin nehmen langsam Gestalt an. Aber, ich muss noch weiter üben :) 

Montag, 6. Februar 2017

Vom Gedicht zur Geschichte

Oder, wie die Leidenschaft zum Schreiben ein neues Zuhause findet.

Fantasiegeschichten für Kinder – wie alles beginnen will


"Fantasie ist eine ausgedachte Realität, die Spaß hat." (M.C.Schmid)

Meine kleine Tochter brachte mich auf eine Idee, die schon lange heimlich in mir schlummert. Sie bat mich all meine Geschichten, -die ich ihr täglich, egal wann und egal wo, erzähle- aufzuschreiben, um sie ihr dann immer wieder vor zu lesen. Die gängigen Kinderbücher unserer überquellenden Regale sind schnell durch und sättigen niemals vollkommen den Fantasiebedarf meiner Tochter, wonach sie so stark dürstest.

Meine Tochter also in fremde Welten geistig zu entführen, war der Sprengsatz um meine Fantasie frei zu lassen um ihre zu beflügeln.

"Mami, dein Hirn ist voller Farben und Abenteuer, ... wenn du mir etwas erzählst, dann kann ich die Farben sehen. Ich kann sogar den Donnerpups riechen!(Emilia, 4 Jahre alt)

Es macht mir einen Heidenspaß, (in der Tat, ist es eine meiner größten Freuden) mein Hirn ausspinnen zu lassen, die Schranken der Wirklichkeit zu verlassen und den Ballon der Gedanken ins unermessliche steigen zu lassen.

Also, fing ich an, meine Geschichten aufzuschreiben. Und wenn meine Tochter all diese Geschichten liebt, (die mein Hirn täglich hirnt und die dann frei und wild bei mir hier oben herumgaloppeln), warum dann also auch nicht andere Kinder?

Bekannter Weise ist Fantasie für die kindliche geistige Entwicklung der Schlüssel zur Welt. Fantasiewelten und Tagträume gehören zum Alltag eines Kindes ebenso dazu, wie die Liebe selber. Das ist die Basis, auf der sich im späteren sozialen und beruflichen Leben Kreativität entwickeln kann, da sie Spontaneität und Vielseitigkeit in den mitmenschlichen Beziehungen fördert.
In der Fantasie von Kindern werden Bäume, Häuser und Gartenzwerge zu Lebewesen, mit denen man reden kann. Kinderaugen sehen, was Erwachsenen verborgen bleibt: Zwerge und Riesen, Feen und Elfen, Engel, Gespenster und Monster. Kinder brauchen Geschichten, die sie in fremde Welten entführen und ihnen die Räume zum Träumen, Empfinden und Entdecken ermöglichen. Denn nur so kann sich Kreativität entfalten...

Eine Freundin fragte mich, woher ich denn so viel Fantasie glaube zu haben, um ein ganzes Kinderbuch zu schreiben, ja womöglich noch mehr? Wie und womit will ich denn Kinderbücher überhaupt “vollkriegen?”

Ihre Frage ist sehr berechtigt, und ich fragte mich selber, wo kommt die Fantasie denn eigentlich her? Google sagt, es sei Begabung. Begabung, sich Dinge ausdenken und vorstellen zu können. Dem widerspreche ich zum Teil und sage: Fantasie ist vielmehr eine ausgedachte Realität, die Spaß hat. Natürlich braucht man auch noch ein bisschen Leidenschaft und etwas Training, um sie gänzlich entfalten zu können.
Man kann sich die Fantasie als Muskel vorstellen. Je häufiger man sie benutzt, desto stärker wird sie. Die Ideen gehen also nie aus, im Gegenteil. Sie werden größer, mächtiger, bunter und wilder.

Lässt man die Fantasie von der Leine, wird sie, wenn man Glück hat, mit einer Geschichte in der Schnauze wieder zurückkommen.
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute, mit einer Schatztruhe voller Ideen, die ausgedacht und niedergeschrieben werden wollen und melde mich mit einem ersten Gehversuch in der (für mich) neuen Welt der Fantasiegeschichten für Kinder wieder zurück.

Eure Monika

„Jeder heruntergefallene Ast ist ein magisches Stückchen Holz, den die Phantasie zu einem glitzernden Zauberstab oder einem glänzenden Kampfschwert umwandelt.“(M.C.Schmid)

Ich lade euch auf eine Tasse Fantasie bei mir ein:




Einer von beiden war falsch