Mittwoch, 20. Februar 2019

Keine Macht dem Valentin


Ich bin nicht gegen die Liebe, ich hab sie ganz gern, 
sie ist das Elixier unsres Lebens und insofern
lobe ich sie nicht heute, nein, jeden Tag,
weil ich sie nicht aufn Valentinstag reduzieren mag.

Ist das ein Scherz?
So viel Terz,
um den wilden Kommerz.
Enttäuschung und Schmerz,
ohne Schaumwein und Kerz'.
Ich beschütze mein Herz
und verzicht auf den Terz!

Ich bin nicht gegen die Liebe, wir zwei kommen gut aus
und wir schätzen uns beide, doch wofür heut der Applaus?
Eng umschlungen tanzen wir durch jeden Tag,
wir haben eine Verbindung, doch keinen Knebelvertrag.
Ich bin nicht in der Schuld, meine Liebe heut zu besingen,
Gefühl zu beweisen und Opfergaben zu bringen.
Ich wertschätze die Liebe, mit jedem Atemzug von mir,
und ich und sie sind in jeder Sekunde gemeinsam ein Wir.

Ich beschütze mein Herz,
verzicht auf den Terz.
Keine Macht dem Kommerz!

Monika C. Schmid 

PS: Ich bin nicht gegen die Liebe, ich hab sie ganz gern!

Samstag, 1. Dezember 2018

Magda und das fast perfekte Weihnachtschaos

Eine spannende Weihnachtsgeschichte für Kinder


Oh nein! Als der Weihnachtsmann am Tag vor Weihnachten furchtbar erkrankt, soll Weihnachten dieses Jahr ausfallen. Das darf nicht sein! Magda und Alfred beschließen, Weihnachten zu retten und übernehmen heimlich selbst die Weihnachtstour an Heilig Abend. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man sowas noch nie zuvor gemacht hat. Während der Weihnachtsmann krank im Bett liegt, starten sie ihre geheime Weihnachtsrettungsaktion. Mit dem großen Rentierschlitten des Weihnachtsmannes machen sich die kleine Fee und ihr Freund, der Elfenchef auf dem Weg zu allen Kindern dieser Erde. Es scheint alles nach Plan zu laufen, bis ihnen am Ende ihrer Mission zufällig auffällt, dass ihnen ein unglaublich großer Fehler unterlaufen ist und sie ein riesiges Chaos angerichtet haben. Ob Weihnachten dieses Jahr tatsächlich das schlimmste aller Zeiten wird? wird?

Ein Kinderbuch für Kinder ab 5 Jahren.
Text und Illustrationen von Monika C. Schmid

Wohnzimmerlesung WORTORCHESTER


Stell dir vor, du lädst zur Lesung ein, und jeder kommt.

Noch nie war ein Abend magischer und mein Wohnzimmer voller. Noch nie habe ich glänzende Tränen aufrichtiger und buntes Lachen ehrlicher empfunden. Noch nie ging mir Applaus so balsamsanft unter die Kleidung, unter die Haut - direkt ins Herz.
Noch nie habe ich so aufmerksame Zuhörer und wertschätzende Gäste erlebt.
Noch nie habe ich mehr Dankbarkeit und Größenwahnsinn empfunden.
Noch nie habe ich von soviel WOW zu Träumen gewagt!

DANKE von Herzen für diesen unvergesslichen Abend, an jeden einzelnen von euch!
Ein Hoch auf die Fotografen/Filmmeister Tobias Raith und Ronald Schmid

Mittwoch, 28. November 2018

Herzfrequenz

Du schreist und dein Herz schlägt,
zitternd, rosa-zart-blau.
Man hält dich in den Händen
und legt dich nackt, auf diese schöne Frau,
deren Herzfrequenz sich mich deiner vereint
und heute zum ersten Mal wegen dir weint.

Diese Frau, die du ab heute Mama nennst,
die du aus Instinkt an ihrem Herzschlag erkennst.
Diese Frau, die dich in ihrem Inneren hat getragen
und ohne dich jemals davor gesehen zu haben,
hat sie dich geliebt, ab dem ersten Moment,
bedingungslos und ungehemmt.
Ungehemmt und grenzenlos,
uneingeschränkt, bedingungslos.

Diese Frau, die unter Schmerzen, DICH Wunder hat vollbracht,
und von heut an, so lang sie lebt, nun über dich wacht.
Die, die du ab diesem Moment, mehr liebst als dich selbst,
die, du für einen Teil deines Körpers noch hältst.
Du und sie, ihr beide, seid noch ein ICH.
Du bist schon ein Mensch, doch du weißt es noch nicht.

Sie wird dich durch die Kindheit,
in die Erwachsenwelt tragen.
Sie wird niemals fordern,
sie wird niemals klagen.
Sie wird dich Mensch solange tragen,
bis du kraftvoll, stark und ohne Angst
ganz von selbst deine Flügel spannen kannst,
und dich erhebst, aus ihrem sicheren Schoß,
im Geiste halb reif, im Herzen ganz groß,
und sicher fliegst über das Elternhaus,
weit, weit – in die weite Welt hinaus.


Und du fühlst dich bereit für das wahre Leben,
du willst eigene Geschichten erfinden, erleben,
willst Horizonte befliegen,
Grenzen verbiegen
unter dem Sternenhimmel liegen,
hemmungslos leben
und grenzenlos lieben.
Du willst
Aufstehn
Weggehn
Gutgehn
Abgehn
Heimgehn
Schlafengehn
…
Aufstehn
Weggehn
Gutgehn
Abgehn
Heimgehn
Schlafengehn.

Das halbvolle Glas nur sehn,
auf der Sonnenseite stehn,
auf sicheren Eselbrücken gehn,
und ein Kopf voller Ideen.
Alles ernten, ohne sähn,
viel bekommen, ohne geben,
viel erreichen, wenig streben.
Schlaraffenland und Garten Eden,
Lamaluma, Wonneleben.

Du sagst: „Jetzt fängt mein Leben richtig an!“
Keine Vorschrift, die dich einengen kann.
Kein bis drei Zählen,
wenn du dich nicht waschen willst,
kein Fernsehverbot,
weil du zu spät zu Haus bist,
kein „Solang du die Füße unter meinem Tisch stellst“
kein Redeverbot, weil du die Klappe nicht hältst.


Du willst
frei sein,
blank sein,
unverhüllt.
Leicht sein,
gelöst sein
selbstbestimmt.
Zwanglos,
fessellos
unbewacht,
offen,
entbunden,
splitternackt.

Du wohnst nun ganz allein
und nennst es Selbstständigkeit.
Du triffst solo Entscheidungen
und denkst es ist Entschlossenheit.
Du blickst einsam durchs Fenster
und glaubst an Weitsichtigkeit.
Du hebst dein Glas auf dich
und trinkst auf deine Unabhängigkeit.

Doch Tage kommen und Freunde gehen,
Morgen
wird heute
wie gestern vergehen.
Im Laufe der Zeit hast du die Lust längst verloren,
das Herzblut auf Freiheit, ist bald ganz zugefroren.
dieser Ruf der Ferne, die Sehnsucht nach Leben,
waren weder Erfüllung, noch Wonne, noch Segen.

Du hast die Welt durchsucht zum Erkunden,
doch hast du nie ein Zuhause gefunden.
Liebe kam oft und ist oft erlischt
Die Erinnerung daran ist schmierig verwischt.
Nie wieder war sie so
ungehemmt und grenzenlos,
uneingeschränkt, bedingungslos.
So wie die der Frau, die du längst nur noch Mutter nennst,
an die du mit der Zeit immer seltener denkst.

Die Zeit schwindet dahin, du bist in der Ferne daheim,
diese Frau wird alt, im großen Haus, mit Vater allein.
Sie steht vor dem Tore, mit der Sehnsucht im Blick
und fragt sich, wann kommt ihr Kind, nach Hause, zurück.
Und wenn du sie besuchst, dann bist du gedanklich nicht da.
Bist nur auf der Durchreise, so wie letztes Jahr,

Du sagst nein, zu noch länger bleiben,
aber ja, zu Emails und Nachrichten schreiben.
Nein zu öfter und länger besuchen,
aber ja, zu noch mehr vom leckeren Kuchen.
Du sagst nein,
nein
zu noch mehr Zeit,
zu zweit,
womöglich
aus Verlegenheit.

Und diese Frau,
die du längst nur noch Mutter nennst,
und die du als schönste Frau in deinem Leben kennst,
wird alt. Ihre Augen matt und trübe,
ihr Geist vergesslich, ihre Sinne ganz müde.
Und du lebst in der Ferne, bis irgendwann,
du merkst, dass es so nicht lang weitergehen kann.
Dann spürst du wieder diesen starken Drang,
den innerlich mächtigen, lauten Klang
diesen beruhigend süßen Gesang,
der dir seit dem Tag der Geburt ins Herz gelang.

Du machst dich auf und gehst zu ihr zurück.
Mit einem melancholisch schmerzenden Blick
siehst du sie an und spürst genau,
es wird Zeit zu gehen, für diese Frau.
Diese Frau, die du ab heute wieder Mama nennst,
die du aus Instinkt an ihrem Herzschlag erkennst.

Du weinst und dein Herz schlägt,
zitternd, rosa-zart-blau.
Du hältst ihre Hände
und legst deinen Kopf, auf diese schöne Frau,
deren Herzfrequenz sich mich deiner vereint
und heute, zum letzten Mal, mit dir weint.

Freitag, 19. Oktober 2018

Lebensschmacht


Nach der mühevollen Schlacht,
in tiefschwarz gefärbter Nacht,
hast du zärtlich und ganz sacht,
mit deiner wunderbaren Pracht,
dein großes Herz weit aufgemacht,
und meines liebevoll bewacht,
… es beschützend überdacht.

Und ich sag, in Anbetracht
deiner starken Liebesmacht,
bin ich langsam aufgewacht,
erneut geatmet, erneut gelacht.
Feiernd unsere Zeit verbracht,
ohne Obacht, ohne Acht,
ohne Schwer, alles leichtgemacht,
uns verstanden, uns verkracht,
uns geliebt, nichts vorgemacht,
nie ans Aufgeben gedacht.

Und nach jeder schwarzen Nacht,
bestätigt sich mir der Verdacht,
in uns steckt so viel Lebensschmacht,
die reicht für hundert Jahre Schlacht.

jene Momente



Es sind jene Momente, in denen wir die Schranken der Wirklichkeit verlassen und der Ballon der Gedanken ins unermessliche steigt...


Im Angesicht der Schuld

(Leseprobe)

Die nasse Straße glänzt im Schein der Straßenlaterne unter der ich stehe. Dass es schon so früh dunkel wird, hatte ich beim Zusagen unseres Treffens nicht bedacht. Irgendwie erscheint mir die Dunkelheit heute ziemlich unheimlich. Vielleicht, weil sie mich an jene Nacht erinnert, seit der nichts mehr so ist, wie es mal war. Viel lieber würde ich jetzt mit einer heißen Tasse Grog am Kaminfeuer sitzen und die Rolling Stones hören. Matilda wird sicherlich bald da sein. Und der Regen. Er steigert sich in ein monotones Stakkato hinein. Immer lauter prasselt er auf meinem Mantel hinab. Ich ziehe den Kragen mit eiskalten Fingern bis unters Kinn.
Vor einem Jahr genau hatte ich Matilda zum letzten Mal gesehen. Es war viel kälter als heute. Zitternd stand sie stundenlang im wabernden Novembernebel und weinte. Irgendwann, es muss schon um Mitternacht rum gewesen sein, legt sie eine gelbe Rose auf mein Grab, und ging, ohne ein Wort zu sagen, davon. Wieso gelb, wo sie doch wusste, dass ich diese Farbe hasste. Aber ich war dankbar, dass sie damals da gewesen war. Man sagte mir, ich muss sie heut abholen. Und ich bete immer noch, dass sie nicht kommt....

Einer von beiden war falsch